Moskauer Swingerparty

“Hast du Lust auf etwas Besonderes heute Abend?”, fragt Peter.
“Was hast Du geplant?”, frage ich zurück.
“Wir sind heute Abend zu einer Sex-Party eingeladen”, meint er. “Magst mitkommen?”

“Hm, wie läuft das ab? Was sind das fuer Leute?”
“Ein paar Pärchen, vielleicht auch ein oder zwei Single Frauen. Man trifft sich in einem schönen Apartment. Es gibt viel zu Essen und Trinken. Dann wird eben auch gefickt”, meint Peter.

“Aha! So ganz öffentlich? Ich weiss nicht…”
“Es gibt 2-3 Schlafzimmer und ein Bad, aber es wird auch im Wohnzimmer gefickt.”, antwortet Peter.

“Was sind das für Leute?”, frage ich. “Swinger? Ich habe mir ein paar dieser Swinger-Klubs im Internet angesehen. Das sind doch meistens nur ältere Pärchen. Nicht unbedingt attraktiv”.
“Ne ne, hier in Moskau ist das nicht so. Ich schick dir Fotos”, sagt er.

Eine Minute später öffne ich die Mail und bin überrascht, wie gut die Mädels aussehen.

“Also gut, ich probiere das. Wann treffen wir uns?”

Am Abend treffen wir uns in der Innenstadt. Wir gehen in einen Hinterhof. Es ist dunkel und der Eingang sieht schäbig aus. Peter hat vorher noch Blumen für zwei der Mädels gekauft.

“Die mögen das”, meint er. “Der Eintritt kostet $200, pro Person. Das ist nicht fuer die Mädels, die machen das umsonst, weil sie Spaß daran haben, sondern fuer die Organisation, das Essen und die Apartment Miete.”

Paul macht die Türe auf. Er ist der Organisator der Party und seine Frau spielt die Hauptrolle. Peter hat Paul im Internet kennengelernt. Die beiden haben ein paar Emails hin und hergeschrieben. Pauls Frau will unbedingt mal einen Deutschen, erzählt mir Peter. Wir legen unsere Jacken ab, ziehen die Schuhe aus und gehen ins Wohnzimmer. Dort sitzen 3 Männer mit Handtüchern um die Lenden. Sie trinken Bier und reden. Im Radio läuft billige russische Popmusik. Paul stellt uns vor und wir werden von den anderen argwöhnisch beäugt. So, die Deutschen sind also da. Ich versuche locker zu bleiben. Setze mich auf die Couch und mache Smalltalk. Im Nachbarzimmer liegen zwei Mädchen auf dem Bett und sie lassen sich in Reizwäsche fotografieren. Beide sind Ende Zwanzig und sehen gar nicht so übel aus. Es sind keine Models, aber trotzdem nicht schlecht.

Peter hat mich alleine im Wohnzimmer gelassen und sieht sich in der Wohnung um. Danach schaut er den Mädels zu, wie sie sich fotografieren lassen. Ich bin leicht nervös, denn so etwas habe ich noch nie gemacht. Über die letzten Jahre habe ich viel erlebt, aber Gruppensex hatte ich noch nie. Wie wird das wohl werden, wenn andere zusehen oder sogar mitmachen? Mein Glas Wein ist nach 2 Minuten leer. Dann steht plötzlich eine super schöne, langbeinige Frau in der Tür. Sie ist um die Dreißig, trägt High Heels, Strapse, schwarze Spitzenunterwäsche, lange Satin-Handschuhe. Sie raucht eine Zigarette. “Klasse Frau”, denke ich.

“Wo sind die Deutschen?”, fragt sie in die Runde.

Einer der Typen neben mir zeigt wortlos auf mich. Sie läuft elegant zu mir herüber, fast wie ein Model auf dem Laufsteg. Langsam genug, um mir Zeit zu geben, sie in ihrer ganzen Schönheit zu betrachten.

“Ich bin Svetlana, Pauls Frau”, sagt sie. “Wie heißt Du?”
“Ich bin Chris, der Freund von Peter.”
“Du machst das zum ersten Mal?”, fragt sie. 
Ich nicke.
“Ich bin Psychologin, weißt du. Ich sehe, dass du nervös bist, aber mach dir keinen Kopf, das bekommen wir schon hin.”

Sie kniet sich und beginnt mich auszuziehen. Als ich nur noch meine Shorts anhabe, steht sie auf, nimmt mich an der Hand und führt mich wortlos in eines der Schlafzimmer. Sie schließt die Tür hinter uns und zieht mich auf’s Bett. Wir küssen uns. Sie ist leidenschaftlich, sexy und anschmiegsam zugleich.

Mittlerweile fühle ich mich besser. Wir haben eine Stunde lang unseren Spaß. Dann geht die Tür auf und Paul steht im Raum. Er will zuschauen. Sie flüstert mir zu, dass ich weitermachen soll. Ok, denke ich mir. Soll mich nicht weiter stören. Diese Frau ist einfach zu gut, um jetzt aufzuhören.

Nach zehn Minuten kommt Paul ans Bett und streichelt seine Frau. Ich fühle mich nun schon fehl am Platz. Also gebe ich Svetlana ein kurzes Küsschen und ziehe ich mich zurück, während die beiden alleine weiter machen.

Im Nachbarzimmer erzieht Peter eines der anderen Mädels. Er hat viel Erfahrung mit S&M, als Master. Eines der Mädels scheint das zu mögen. Sie sitzt vor ihm auf dem Boden und gehorcht seinen Kommandos. Ein anderer Mann schaut zu. Peter ist noch angezogen, während Nadia vor ihm kniet, nur noch ihre High Heels und ein Halsband mit Leine trägt.

“Und wie war’s?”, fragt er mich und straft Nadia mit Nichtbeachtung.
“Für’s Erste gut! … besser, als ich dachte.”

Nadia will aufstehen, was von Peter sofort mit einem Anschiss und einem festen Klaps auf den Hintern quittiert wird.
“Wo willst Du hin?”, schnauzt er sie an. “Wir sind noch nicht fertig mit dir. Das ist übrigens Chris. Sir Chris!”
Nadia nickt gehorsam.

Nach 30 Minuten kommt Paul herein und holt mich zurück in den anderen Raum. Svetlana sitzt am Boden, die Augen verbunden. Um sie herum eine Menge nackte Männer, die ihr Schwänze ins Gesicht halten. Sie versucht diese zu greifen, mit ihnen zu spielen und daran zu lutschen. Ich stehe im Türrahmen und beobachte das Spiel. Es ist ein bisschen wie Blinde Kuh für Swinger.

Peter führt Nadia an der Leine in den Raum. Auch sie hat lange Beine und sie läuft sehr elegant. Er führt sie an Svetlana heran und befiehlt Nadia mit ihr zu spielen. Später kniet Nadia vor uns auf dem Boden und Peter gibt ihr einige feste Klapse auf den Po. Der ist nun schon ganz rot und ich kann die Abdrücke seiner Hand darauf erkennen. Ganz ehrlich, ich versteh das ganze S&M Spiel nicht. Es ist auch nicht unbedingt mein Geschmack. Oft weiß ich nicht, ob ich lachen soll. Ein anders Mal bin ich einfach nur gelangweilt. Nadia schreit hin und wieder. Ich bin nicht sicher, ob es die Schmerzen sind, ob es ihr gefällt oder es einfach zum Spiel gehört. In meiner Verunsicherung bin ich aber anscheinend nicht der Einzige. Einer der Männer ist fassungslos. Es ist ein kleiner Schüchterner. Er steht in Shorts und Addideletten bei uns. Irgendwann geht er zu Nadia und erkundigt sich, ob mit ihr alles OK ist und ob Peter nicht zu hart mit ihr umgeht, während Peter Nadia gerade wieder den Hintern versohlt. Sie schnauzt den Schüchternen an und schickt ihn weg.

“Ja mein Meister?”, sagt sie danach zu Peter und sieht ihn dabei unterwürfig an. Peter ist zufrieden.
“Komische Welt”, denke ich und gehe ins Wohnzimmer, denn der S&M Kram langweilt mich. Es wird Zeit für den nächsten Drink.

Im Flur zieht sich der Schüchterne an. Das war ihm wohl zu viel. Er geht. Im Wohnzimmer sitzen neue Leute. Ein paar Männer und zwei weitere Frauen. Sie prüfen mich mit ihren Blicken, während ich mir an der Bar einen Vodka Red Bull mixe. Paul kommt zu mir und wir reden ein bisschen. Er ist ein Netter. Sehr offen. Ruhig und mit ganz sanften Augen. Er scheint mich zu mögen.

“Was sind das für Leute?”, frage ich neugierig.
“Ein paar kennen wir, das sind Bekannte mit welchen wir öfter solche Abende veranstalten. Andere kennen wir aus dem Internet. Meine Frau schreibt dort ein Blog auf einer der bekannten russischen Swingersites. Sie hat einen sehr großen Fanklub und Tausende von Lesern. Manchmal laden wir welche zum Mitmachen ein.”
“Wie viele Leute bewerben sich denn fuer solch einen Abend?”,frage ich.
“Für diesen waren es mehr als 500.”
“Was? So viele?”, frage ich erstaunt.
“Ja. Sie ist ein Star”, sagt er ganz stolz und grinst.
“Wow. Das ist ja eine Ehre, dass ihr uns zum Mitmachen eingeladen habt.”
“Sie wollte schon immer einen Deutschen”, sagt Paul. “Das ist ihre Fantasie. Peter war uns sympathisch und er scheint sich in der Szene schon auszukennen. Bei Dir waren wir uns nicht sicher, aber Peter meinte er garantiert für dich. Svetlana dachte, zwei Deutsche sind besser als einer. Es war gut so, denn sie mag dich, das kann ich sehen.”
“Ich bin sprachlos. Wie kann er so locker darüber reden, dass seine Frau einen anderen Mann mag oder begehrt?”

Eines der Mädels auf der Couch fängt an zu stöhnen. Sie wird gerade von zwei Herren verwöhnt, als Nadia herein kommt. Sie trägt kein Halsband mehr, anscheinend ist das S&M Spiel zu Ende. Sie kommt zu mir an die Bar und wir reden ein bisschen. Erst Smalltalk, dann interviewe ich auch sie, denn die Hintergründe, die Psychologie dieser Leute, interessieren mich fast mehr, als der Sex selbst.

“Ich bin seit einem Jahr geschieden und alleine”, meint sie. “Weißt du, ich mag Sex. Hier ist es ungezwungen. Ich kann meine Fantasien ausleben und bin frei. Hast du Lust, es mit mir zu treiben,” fragt sie und sieht mich flirtend an.

Sie ist ganz anders als Svetlana. Irgendwie softer und viel gefühlvoller. Von der Couch wird das Stöhnen lauter. Mittlerweile kümmern sich um 4 Herren um das Mädel. Sie liegt auf einem und hat ihn im Po, der andere steckt in der Pussy. Die anderen Beiden hat sie abwechselnd in der Hand und im Mund. Ein Fünfter schaut zu. So etwas kenne ich bis jetzt nur aus Pornos und ich dachte nicht, dass es das auch in der Realität gibt. Das ist schon irgendwie komisch.

Ich schließe die Augen und lasse mich von Nadia verwöhnen. Irgendwann ist mir alles egal, wie viele Leute noch im Raum sind und vielleicht zusehen. Ok, das ist mal wieder Porno live. Gehirn abschalten! Man bekommt so etwas ja nicht alle Tage geboten.

So geht es dann auch noch ein paar Stunden hin und her. Svetlana zieht mich wieder allein ins Schlafzimmer, dieses Mal allerdings um mich zu massieren. Sie macht das gut und später erfahren ich, dass das eines ihrer Hobbies ist. Sie knetet mich eine Stunde lang durch und ich döse manchmal sogar weg, so entspannt bin ich nun. Es scheint ihr Freunde zu bereiten, dass sie mich verwöhnen kann. Paul kommt hin und wieder herein, um nach dem Rechten zu sehen, verzieht sich dann aber schnell wieder.  Nach der Massage rede ich mit Svetlana. Ihre Sicht der Dinge interessiert mich natürlich auch.

“Paul hat mich in diese Sache eingeführt. Früher war ich eher verklemmt.”, meint sie.
“Echt? Das kann ich kaum glauben.”
“Doch doch”, sagt sie. “Heute macht es mir allerdings Spaß. Ich brauche es. Den Sex, die Bewunderung der Leute, die Tatsache, dass ich so begehrt werde.” 
“Und Paul?”, frage ich. “Den stört es nicht, dass du Sex mit so vielen anderen Männern hast?”
“Er findet es gut eine begehrenswerte Frau zu haben. Außerdem macht es ihn an.”
“Mir ist aufgefallen, dass Paul gar nichts mit anderen Frauen hier macht, sondern nur mit dir.”
“Ja!”, sagt sie. “Ich bin fürchterlich eifersüchtig. Er darf das nicht. Es stört mich sogar, wenn er auf Geschäftsreise ist und ich daran denke, dass er am Abend dort im Hotel zu einem Porno masturbiert?”
Ich schüttele nur ungläubig den Kopf und lass mich weiter massieren. Svetlana möchte gerne, dass ich zu einem Happy Ending komme, aber egal, wie entspannt ich nun bin, ich kann nicht kommen. Irgendwie habe ich Reizüberflutung, physisch an meinen Nervenenden, aber auch im Hirn.

Um 4 Uhr in der Früh gehe ich dann endlich nach hause.
“Du kannst auch hier schlafen”, bietet mir Svetlana an, aber ich schlafe doch lieber zuhause. Peter ist schon viel früher gegangen. Draußen ist es klirrend kalt. Der Winter hat Moskau fest im Griff. Ich grinse zufrieden. Irgendwie war das alles doch recht bizarr, aber trotzdem eine Erfahrung. Svetlana war eine klasse Frau. So schön. So sexy. Und trotzdem so sanft und einfühlsam. Nadia war auch toll und ich habe an diesem Abend eine Menge neue Erfahrungen gemacht und dazu gelernt.

Am nächsten Tag gehe ich auf das Blog von Svetlana, um die Bilder zu sehen und zu checken, dass die Fotos mit mir geschwärzt sind und meine Tattoos, wie versprochen, retuschiert wurden.

Ich lese Svetlanas letzten Artikel. Sie schreibt: Gestern hatte ich das erste Mal in meinem Leben einen Deutschen. Es war gut. Besser als ich es erwartet hätte. Es ist schon komisch. Vor über 70 Jahren sind die Deutschen in unser Land eingefallen. Sie haben das Dorf meiner Großmutter niedergebrannt und sie vergewaltigt. Trotzdem hatte ich immer die Fantasie von einem Deutschen brutal genommen zu werden. Dann kam es ganz anders. Es war viel mehr mit Gefühl und Leidenschaft. Ich hoffe es passiert bald wieder und wir werden Freunde.

Was wohl Paul dazu sagt?

One comment on “Moskauer Swingerparty

  1. Na endlich! Du kannst es also doch noch. Das war wieder mal ein horizonterweiternden Beitrag.

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